Thinkpad Edge E330 Review

Nach langer Suche und gefühlt noch längerem Abfinden mit einem Arbeitsgerät in einem furchtbar unwürdigen Zustand konnte ich letzten Herbst an einem Angebot bei Cyberport einfach nicht vorbeigehen. Ein fabrikneues Thinkpad für unter 500 Euro war einfach zu verlockend. Okay, man muss bei dem Preis dann schon einige Abstriche machen: Irgendwie ist es kein ganz echtes Thinkpad, sondern “nur” ein Edge, eine höhere Auflösung des 13″ Displays wäre schön gewesen, und eine SSD gab’s bei dem Preis natürlich auch nicht. Letztendlich gab’s das Gerät zu dem Preis nur weil keine Windows Lizenz dabei war und das find prinzipiell schon unterstützenswert.

Zum Gerät selbst: von den Leistungsdaten her nicht weltbewegend, Core i3 Sandy Bridge Mobilprozessor mit 4 GB RAM und 320 GB HDD, aber das ist Nebensache. Spannender sind die Kriterien die ein Thinkpad von den Notebooks anderer Hersteller unterscheidet. Als erstes ist da der Trackpoint zu nennen, der unterscheidet sich beim Edge nicht von den echten Thinkpads. Das ebenfalls vorhandene Touchpad macht allerdings keinen wirklich guten Eindruck, da mein X41 aber gar keins hatte, hab ich es eh gleich abgeschaltet. In den paar Minuten die es in Betrieb war, schien es mir zu empfindlich und wenig präzise, das mag sich aber mit dem passenden Treiber evtl. auch einstellen lassen. Das neue Tastaturlayout, das inzwischen in allen Thinkpad-Serien verwendet wird ist auch nach über einem halben Jahr noch nicht ganz überzeugend, insbesondere die Position der Bild-Auf/Ab Tasten ist sehr gewöhnungsbedüftig. Das gilt vor allem wenn man den Großteil des Tages an Fullsize-Tastaturen arbeiten. Die Kombination Shift + Bild-Auf/Ab lässt sich dort und bei dem alten Thinkpad Layout einhändig drücken, das geht mit dem neuen Layout nicht mehr. Abgesehen vom Layout ist die neue Tastatur aber durchaus gelungen. Druckpunkt, Tastenhub und -abstand sind durchaus mit den alten Thinkpads vergleichbar und die waren nun mal in puncto Tastatur das Maß der Dinge. Das Edge hat, wie die anderen Thinkpads inzwischen auch, kein Thinklight mehr und eine Hintergrundbeleuchtung gibt’s bei diesem Modell auch nicht. Nach meinem Empfinden fehlt das nicht wirklich, schon eher vermisse ich das charakteristische Klicken beim Einschnappen der Deckelverriegelung, denn die gibt’s auch nicht mehr. aber auch das trifft genauso auch die Nicht-Edge-Thinkpads zu.

Zu guter Letzt bleibt noch der Gesamteindruck: ein schönes Gerät mit wesentlich besserem Display als mein altes. Insgesamt fühlt es sich nicht ganz so wertig an, insbesondere die untere Hälfte des Gehäuses fühlt sich ein wenig zu sehr nach Plastik an. Bessere Geräte gibt’s sicherlich und mit einem Thinkpad der X-Serie kann das Edge wohl auch nicht mithalten, aber nach über einem halben Jahr Nutzung bin ich immernoch damit zufrieden und daher waren es in jedem Fall gut investierte 479 Euro.    

 

Redirect loop im Kunena Forum

Kunena ist eines der vielen Forum Module die für Joomla im Umlauf sind. Im vorliegenden Fall ging es um ein lange überfälliges Update einer Joomla 1.0 Installation bei der FireBoard als Forummodul im Einsatz war. Da Kunena der offizielle Nachfolger von FireBoard ist, lag die Wahl nahe. Die Installation des aktuellen Joomla 1.5 und die Übernahme der Daten verlief wie zu erwarten problemlos. Bei der Installation des Kunena-Moduls werden die alten FireBoard Postings gefunden und es wird eine Migration der Daten vorgeschlagen die dann auch erfolgreich verlief.

So weit, alles gut, dann noch schnell die üblichen Joomla Einstellungen gemacht unterm search-engine-friendly URLs eingeschaltet und für mod_rewrite die htaccess.txt in .htaccess umbenannt. Da funktionieren dann auf einmal einige URLs innerhalb des Forums nicht mehr und werden mit einem Redirect auf sich selbst beantwortet. Auf den ersten Blick war festzustellen, dass es nicht an mod_rewrite lag. Bevor man sich, auch als Softwareentwickler, in den Quellcode von Kunena und/oder Joomla einliest, bemüht man doch lieber erstmal Google: Nach dem Lesen diverser Posting fand sich die Lösung für mein Problem in einem unscheinbaren Beitrag inmitten eines 13-seitigen Threads.

Das Problem ist, dass Kunena ab Version 1.6.1 ein eigenes Joomla Menü anlegt in dem es einen Eintrag mit dem Alias “forum” gibt. In meinem Fall gab es vorher schon einen Menüeintrag in einem anderen Menü mit dem naheligenden Alias “forum” der genau auf das Kunena Modul verwies. Sollte also jemand darüber stolpern, erstmal die Namen und Aliase der Menüeinträge prüfen.

Notebook-Suche

Mein X41 kommt langsam in die Jahre und eigentlich wäre mal ein neues Notebook fällig. Irgendwie scheint es kein passendes Gerät auf dem Markt zu geben, oder aber das Preis/Leistungsverhältnis ist total indiskutabel.

Da ich den Trackpoint nicht missen will, kommt eigentlich nur ein Thinkpad in Frage. 15 Zoll ist definitiv zu groß, ein “klassisches” Netbook mit Atom oder so kommt auch nicht in Frage, da kann das X41 noch mithalten. Am Ende bleiben eigentlich nur ein X301 oder T410s auf der Liste stehen. Das X301 ist auch gebraucht eigentlich noch zu teuer für das was es bietet. Das T410s ist eine Generation jünger und bietet definitiv mehr für den Preis, aber ist 14 Zoll nicht schon wieder zu groß? Die Dinger mal in natura zu sehen wär gut, gibt’s aber hier in der Gegend scheinbar nicht :-(

Würde die wirklich mal gerne sehen denn, dass das X41 nicht mehr toll ist fällt so richtig auf wenn es neben dem aktuellen MacBook Pro hier im Haus steht und man sieht wie grottig das Display im Vergleich ist. Man fragt sich ja wirklich wieso so viele Thinkpads im Umlauf sind, wenn man die nirgens im Laden kaufen kann…

Noch ein kleiner Helfer

Als Nachtrag zum Vortrag auf den Source Talk Tagen über die kleinen Helfer die die Arbeit eines Java Entwicklers erleichtern gibt’s hier noch einen Link zu einen weiteren Projekt. Vor einigen Wochen hat Google mit Instantiations eine Firma übernommen die sich primär mit Eclipse Tools beschäftigt hatte. Im GWT Blog berichtet Google jetzt dass vier der ehemaligen Instantiations Projekte kostenlos für Entwickler zur Verfügung gestellt werden. Neben einem GWT Designer, dem GUI Builder WindowBuilder Pro und dem Test-Helfer WindowTester Pro gibt es mit CodePro AnalytiX ein umfangreiches Eclipse Plug-in zum Analysieren des eigenen Quellcodes. Es bietet Code Analyse, berechnet Metriken, visualisiert Klassenabhängigkeiten und vieles mehr. Sieht auf den ersten Blick jedenfalls sehr interessant aus.